Im grünen Südwesten Berlins steht das Goerzwerk, eine einstige Filmfabrik und Glashütte. Seit einigen Jahren entwickelt es Silvio Schobinger als neuer Eigentümer weiter. Auf rund 30.000 Quadratmetern, in der ehemaligen von Carl Paul Goerz vor ca. 100 Jahren gebauten Filmfabrik und Glashütte, haben sich über 100 Unternehmerinnen und Unternehmer eingemietet. Rund um die Zehlendorfer Goerzallee ist in den vergangenen Jahren eine ganz neue Art des vernetzten Arbeitens entstanden. Im Goerzwerk geht es nicht nur darum, Unternehmen Platz zu geben, das Werk ist ein Ort des gegenseitigen Austausches, an dem sich die Mieterinnen und Mieter gegenseitig bereichern und untereinander kooperieren. Schobinger hat sich ganz bewusst für den Kauf des Goerzwerks entschieden und nicht an anderer Stelle einen Neubaukomplex hochgezogen. Vermutlich wäre Letzteres einfacher gewesen, doch der Immobilienentwickler will explizit mit schon vorhandenen Ressourcen arbeiten. Er will Altes immer wieder neu nutzen. Diese Philosophie zieht sich durch das gesamte Goerzwerk. Industrierelikte, die sich in den Kellern angesammelt haben werden neu verarbeitet oder als Unikate aufbereitet.