Fair Finance Week will Zeichen für nachhaltiges Finanzwesen am Standort Frankfurt setzen

Pressemitteilung

  • Initiator u.a. Fair Finance Network Frankfurt: Neues Netzwerk nachhaltiger Finanzinstitute am Standort Frankfurt für gemeinsame Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema nachhaltige Finanzwirtschaft 
  • Fair Finance Week versteht sich als Ergänzungsveranstaltung zur Euro Finance Week – offen und kostenlos für alle Bürger, die sich über Nachhaltigkeit im Finanzwesen austauschen und hierfür einsetzen möchten 


Vom 17. bis 21. November 2014 findet in Frankfurt am Main die erste „Fair Finance Week“ statt, initiiert und organisiert vom Fair Finance Network Frankfurt und der Initiative Neue Geldordnung. 

Das Fair Finance Network Frankfurt ist ein neu gegründetes Netzwerk von in Frankfurt ansässigen nachhaltigen Finanzinstituten. Mitglieder sind derzeit die lokalen Filialen der Evangelischen Bank eG sowie der GLS-Gemeinschaftsbank eG, daneben Triodos Bank N. V.  Deutschland und Oikocredit Förderkreis Hessen-Pfalz e.V. Die Mitglieder verstehen sich als Vorreiter einer nachhaltigen Finanzwirtschaft und möchten sich für diese am Standort  Frankfurt mit gemeinsamer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit einsetzen. Das Fair Finance Network Frankfurt hat seinen Ursprung in einem Arbeitskreis, der im Rahmen der Bewerbung der Stadt Frankfurt am Main für den Titel „Hauptstadt des Fairen Handels“ 2012 bis 2013 diverse öffentlichkeitswirksame Aktionen zum Thema Fairer Handel und faire Finanzwirtschaft durchführte.

Die Initiative Neue Geldordnung ist aus der Occupy-Bewegung und der ökumenischen Akademie „Solidarische Ökonomie“ hervorgegangen. Sie engagiert sich für eine europäische Währungsverfassung als demokratisches Fundament für die Geldpolitik Europas. 

Die Initiatoren der Fair Finance Week sind der Meinung, dass es am Standort Frankfurt einer Ergänzungsveranstaltung zur Euro Finance Week, dem traditionellen Branchentreffen von Banken und Finanzinstituten (17. bis 21. November), bedarf. Sie möchten alle Bürgerinnen und Bürger einladen, über das krisenbehaftete konventionelle Finanzsystem zu diskutieren und damit gleichzeitig die Frage zu thematisieren, wie ein alternatives, auf sozialen und ökologischen Nutzen ausgerichtetes Finanzwesen und entsprechende Formen der Geldanlage aussehen können. Neben den Initiatoren der Fair Finance Week Frankfurt werden Vertreter aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kultur mit dem Publikum diskutieren. Die Teilnahme an der Fair Finance Week ist kostenfrei.     

Informationen zur Triodos Bank 

Die Triodos Bank N.V. (www.triodos.de) ist Europas führende Nachhaltigkeitsbank. Gegründet 1980, hat sie mittlerweile über 550.000 Kunden, die sich darauf verlassen können, dass die Triodos Bank ausschließlich Unternehmen, Institutionen und Projekte finanziert, die zum Wohl von Mensch und Umwelt beitragen. Sie kommen beispielsweise aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Ökolandbau, Bildung und Altenpflege. Heute weisen die Triodos Bank, Triodos Investment Management und Triodos Private Banking gemeinsam ein Geschäftsvolumen von 10 Milliarden Euro aus. Die Triodos Bank beschäftigt über 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sechs  Ländern in Europa: in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Spanien, Deutschland und Frankreich. 

Informationen zur GLS Bank 

Die GLS Bank ist die erste Bank mit konsequent sozial-ökologischer Ausrichtung und zielgerichteten Investitionen in nachhaltige Branchen. Sie bietet alle Leistungen einer Hausbank und wächst seit ihrer Gründung vor 40 Jahren kontinuierlich. Ihre Kunden können Miteigentümer werden. 

Informationen zu Oikocredit 

Die internationale Genossenschaft Oikocredit ist ein Pionier der nachhaltigen Geldanlage. Menschen und Organisationen aus Deutschland, die sozial verantwortlich investieren wollen, legen über die acht deutschen Oikocredit-Förderkreise Geld bei Oikocredit an. Oikocredit vergibt Kredite und Kapitalbeteiligungen an Mikrofinanzinstitutionen, Genossenschaften und andere sozial orientierte Unternehmen in Entwicklungsländern. Diese Partner schaffen Arbeitsplätze, fördern Entwicklung und eröffnen Menschen Chancen auf wirtschaftliche Eigenständigkeit. Seit der Gründung im Jahr 1975 ist Oikocredit mit diesem Konzept zu einem der weltweit führenden Entwicklungsfinanzierer geworden. 

Informationen zur Evangelischen Bank 

Die Evangelische Bank eG ist ein genossenschaftlich organisiertes, nachhaltiges Kreditinstitut. Als moderner Finanzdienstleister bietet sie Spezial-Know-how und umfassende Finanzlösungen für den kirchlich-diakonischen und sozialen Bereich. Im Jahr 2014 ist die Evangelische Bank eG aus einem Zusammenschluss der Evangelischen Kreditgenossenschaft eG, Kassel, und der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft eG, Kiel, entstanden. Mit einer geplanten Bilanzsumme von etwa 7 Mrd. Euro stellt die Evangelische Bank eG die größte Kirchenbank dar und zählt zu den zehn größten Genossenschaftsinstituten in Deutschland. Als nachhaltig führende Kirchenbank Deutschlands ist die Evangelische Bank eG ein spezialisierter Finanzpartner der Kirchen, Diakonie, Caritas, Freien Wohlfahrtspflege und der Sozialwirtschaft sowie diesen Institutionen nahestehenden Personen. Mehr als 500 Mitarbeiter betreuen bundesweit rund 19.000 institutionelle Kunden und ca. 72.000 private Kunden an 15 Standorten. 

Informationen zur Initiative Neue Geldordnung

Die Initiative Neue Geldordnung wird getragen von Teilen der ehemaligen Occupy Money-Bewegung, hier finden sich sowohl Wirtschaftswissenschaftler und -studenten, Akteure der Geldreformbewegungen und auch Banken. Das Ziel einer europäischen Währungsverfassung soll durch Kampagnen und Veranstaltungen einem größeren Teil der Gesellschaft zugänglich gemacht werden. Die Neue Geldordnung verortet sich einigend in den vielfältigen Geldreformbewegungen und möchte die verschiedenen Ansätze der Geldreformen schließlich mit einer eigenen Verfassung würdigen. Viele Forderungen werden aufgegriffen, weitergedacht und in einem umfassenden Konzept verankert. Die Schaffung einer Monetative mit Geldschöpfungshoheit setzt den gesetzlichen Rahmen für Vollgeld, legalisiert Komplementärwährungen und ermöglicht Freigeld. So können viele politische Forderungen ans zukünftige Geldsystem – schon heute – praktisch umgesetzt werden.

Ansprechpartner für weitere Informationen
Florian Koss
Leiter Kommunikation & Marketing
Triodos Bank N.V. Deutschland
Mainzer Landstr. 211
D-60326 Frankfurt am Main
E-mail: presse@triodos.de
Tel.: +49 (0)69-7171-9183
Fax: +49 (0)69-7171-9223